Shadow : da ist die Spur!















Liebes Rudel in Meinersen!
Also eines muss ich euch Menschen ja mal sagen: Wie
könnt ihr mitten in der Nacht so einen Krach machen, dass ein anständiger Hund,
müde von langen Spaziergängen, nur schwer sein wohlverdientes Nickerchen halten
kann.
Ich hatte ja schon am Nachmittag gemerkt, dass
es draußen lauter war als sonst, aber das war mir ziemlich egal. Da müssen sich
die Menschen schon was Anderes ausdenken um einen gestandenen Weißen von 6
Monaten zu erschrecken. Doch mich mit so einem Getöse zu wecken, wo ich doch
grad von weiten Wiesen und Toben mit meinen Hundefreunden geträumt habe, ist
unverschämt. Na ja, dann habe ich mich eben mit meinem geliebten Knochen
beschäftigt, und nach einer gewissen Zeit habt ihr euch dann ja auch wieder
beruhigt, und ich konnte endlich weiterschlafen. Heute Morgen traf ich im Wald
andere Hunde die berichteten mir von dem gleichen Krach und waren sichtlich verstört.
Denen habe ich erstmal klar gemacht, dass die Menschen manchmal komische Dinge
tun, wie zum Beispiel mit Stöckchen in den Händen durch den Wald klappern und
wenn wir damit spielen wollen (macht man doch so mit Stöckchen) dann sind sie
genervt. Aber sie meinen es doch meistens gut mit uns, und wir müssten uns
wegen des Kraches keine Sorgen machen.
Also ich hoffe meine Mutter, Geschwister und
Tanten haben alles gut überstanden.
Von meinem Menschenrudel in Hamburg soll ich dem
Menschenrudel in Meinersen ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen.
Anbei sende ich Euch ein paar Bilder von unserem
Silvester Spaziergang.
Liebes Rudel in Meinersen,
gestern war ein aufregender Tag.
Er fing ja
alles an wie immer und dann kamen
diese anderen Menschen, die mich genauso geknuddelt haben wie ihr. Dann hat
mich die Frau auf den Arm genommen und gesagt: Hermann, jetzt kommst du mit
uns.
“Hermann? Sollte
ich das etwa sein? Nun gut, die
schienen ja ganz nett zu sein – also auf ins Vergnügen. Als ich dann mit
der Frau und den beiden Anderen in einen großen Blechkasten stieg und ihr
nicht
mitgekommen seid, habe ich mir gedacht, dass ich dann wohl tatsächlich Hermann
bin.
In dem
Blechkasten, den die Frau Auto nannte,
gab es dann als erstes etwas Leberwurst aus der Tube! Prima, so konnte es
weitergehen. Leider habe ich dann schon am Ortsausgang Meinersen geschlafen und
bis Soltau alles verpasst. Aber ab Soltau gab es dann wieder etwas Leberwurst….
mmmmhhhh lecker….hätte ruhig etwas mehr sein können. Mir ging es die
ganze Fahrt über prima, bin immer wieder eingenickert.
Ich hatte ja
Geschichten über das Autofahren
gehört….stimmt alles nicht! Autofahren ist Spitze!!! Dann in Hamburg
angekommen hat sich mein neues Rudel noch aus einem großen Haus eine Tüte in
das Auto reichen lassen. Das was da drin war roch vielleicht gut, aber die Frau
hat gesagt, dass wäre zu fettig für mich es würde reichen wenn sie sich die
Arterien verstopfen.
Als wir dann in
meinem neuen Zuhause angekommen
sind habe ich sofort alles erkundet. Ich will ja nicht angeben, aber ich hätte
es schlechter treffen können. Alles Groß und der Garten ein großer
Abenteuerspielplatz
mit eigenem See zum baden…obwohl ich damit vielleicht noch etwas warte .Damit
auch jeder weiß wer hier in Zukunft wohnt, habe ich erstmal einen großen Bach
auf den Teppich gemacht. Aber dann war ich doch müde und mein restliches Rudel
auch, also sind wir alle ins Bett gegangen.
Mir hat die
Nacht gut gefallen. 3-mal musste ich
raus und Pipi machen. Das klappte prima. Allerdings bin ich um 5:00 Uhr
aufgestanden, da war Frauchen noch ziemlich müde, ist dann aber trotzdem mit
mir in den Garten, da habe ich dann gleich den Zeitungsmann kennengelernt und
auch den Nachbarn der zur Arbeit musste. Ach, was haben die mich gestreichelt
und mich Knut genannt. Wer zum Teufel ist Knut?
Auf jeden Fall
habe ich mich darüber so gefreut,
dass ich hinten im Garten noch ein paar wilde Runden gedreht habe, und dabei
ist es dann passiert: Das Baden das ich mir eigentlich für später aufsparen
wollte.
Irgendwie
konnte ich vor dem Teich nicht mehr
bremsen und bin kopfüber reingefallen!!!! Kennt ihr einen anderen Weißen der
sich mit 8 Wochen kopfüber in die Fluten gestürzt hat? Ich gebe zu, ich habe
einen fürchterlichen Schrecken bekommen, aber Frauchen hat gelacht und mich
wieder rausgefischt und abgetrocknet. Danach war ich so müde das ich noch bis
9:00 Uhr geschlafen habe. Ich habe mich sehr gut eingelebt und mein neuer
Rudelführer hat gesagt ich wäre völlig komplikationslos. Frauchen hat gesagt er
soll nicht in so komisches Arzt-Deutsch reden, ich wäre einfach ein
liebenswerter Kerl.
Hört sich doch
alles ganz gut an, oder? Und ich
muss gestehen: Ich musste gar nicht so oft an euch denken.
Tierische
Grüsse aus Hamburg
Hermann und
sein neues Rudel

